Magen-Darm-Grippe / Erkrankung

Nach Ansteckung mit einer Magen-Darm-Grippe kann das eigene Wohlbefinden innerhalb weniger Stunden vollkommen zerstört werden. Symptome wie plötzlich einsetzende Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Erbrechen und zuletzt Durchfall kündigen die schwere Erkrankung an.

Was zeichnet die Magen-Darm-Grippe aus?

Eine Magen-Darm-Grippe, fachsprachlich Gastroenteritis, ist eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, die zwar sehr unangenehm sein kann, dafür aber fast immer harmlos verläuft. Der bekannteste Erreger dieser Erkrankung ist das Noro-Virus, das auch die schwerwiegendsten Auswirkungen auf den Körper ausübt. Ausgelöst durch das Virus verharrt die Magen-Darm-Grippe wesentlich länger und erweist sich gegen Hausmittel resistenter. Des Weiteren breitet sich das Noro-Virus rasant schnell dort aus, wo sich große Ansammlungen von Menschen befinden. Arbeitsplätze, aber auch Schulen oder Kindergärten sind oft betroffen.

Ansonsten kann die Magen-Darm-Grippe jedoch auch durch andere Erreger wie Toxine, Pilze, Bakterien oder Viren auftreten, ist dann jedoch meist weniger hartnäckig in der Bekämpfung. Die Inkubationszeit liegt bei 4 bis 48 Stunden.

Wie ist die Magen-Darm-Grippe vorzubeugen?

Da Erkrankte schon ihre Umgebung anstecken können, wenn sie selbst an sich noch gar keine Symptome einer Gastroenteritis entdecken konnten, ist das Vorbeugen dieser Erkrankung sehr schwer. Dennoch gilt auch hier wie bei fast jeder ansteckenden Krankheit: Gründliches Händewaschen ist ein Muss. Die Magen-Darm-Grippe wird durch Schmier- und Tröpfcheninfektionen übertragen, weshalb gründliches Händewaschen und das Vermeiden von Händeschütteln und anderem Hautkontakt bereits wesentlich vor einer Anstecklung schützt.

Ist bereits ein Familienmitglied erkrankt, so muss das Bad, vor allem Toilette und Handwaschbecken, mehrmals gründlich nach der Benutzung desinfiziert werden. Auch hilft, die Kleidung und die Bettwäsche des Erkrankten regelmäßig zu waschen (bei ca. 60°C), um Rückstände von Körperflüssigkeiten zu entfernen.

Wie lange dauert eine Magen-Darm-Grippe durchschnittlich?

Je nach Erreger kann die Zeit, bis die Magen-Darm-Grippe endgültig durchgestanden ist, sehr unterschiedlich ausfallen. Durch Viren bedingte Magen-Darm-Grippen halten etwa 1 bis 5 Tage vor. Oft beginnt die Erkrankung sehr plötzlich und sehr schmerzhaft, klingt dann aber ebenso plötzlich wieder ab. Bakterien sind da hartnäckiger, hier kann eine Erkrankung bis zu 1-2 Wochen andauern. Besonders eine Infektion mit Salmonellen zieht sich in die Länge, da der Körper die Bakterien noch nach Monaten ausscheidet und so für alle Mitmenschen eine Ansteckungsgefahr darstellt. Wird mit einer Gastroenteritis nicht pfleglich umgegangen, so kann diese auch chronisch werden; dann entsteht eine Magenschleimhautentzündung. In diesem Fall ist der Besuch eines Doktors unausweichlich.

Welche Hausmittel helfen gegen Magen-Darm-Grippe?

Da der Körper während einer Magen-Darm-Grippe viel Flüssigkeit ausscheidet, stellt Austrocknung die größte Gefahr während des Krankheitsverlaufs dar. Der Erkrankte sollte viel Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Wasser oder Kräutertee. Zusätzlich können auch stark verdünnte Fruchtsäfte und Salzstangen gegessen werden, um dem Körper verloren gegangen Salze und Vitamine wieder zuzuführen.

Ein Hausmittel liefert auch die WHO: Eine Mischung aus Orangensaft, 1 TL Biocarbonat, 1 ¾ TL Salz und 4 TL Zucker sorgt dafür, dass der Körper sich schnell wieder erholt und keinen Schaden durch Mangel an Mineralstoffen nimmt.

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