Muskelverhärtung

Viele Sportler kennen es: Sie befinden sich unmittelbar auf der Zielgeraden nach einem langen Marathon und verspüren ganz plötzlich diesen starken stechenden Schmerz im Oberschenkel oder der Wade. Manchmal vergeht dieser Schmerz ganz von selbst, in den meisten Fällen jedoch kann er über einen längeren Zeitraum andauern und wird zu einer regelrechten Qual.

Diese Verhärtung der Muskulatur tritt vorrangig bei überbelasteten Sportlern auf. Sie kann aber auch durch eine Nerveneinklemmung oder Arthrose entstehen.
 
Was geschieht eigentlich bei einer Muskelverhärtung im Körper?

Einfach gesagt, drücken die Muskelfasern die Kapillaren in der Muskulatur so stark zusammen, dass die Durchblutung plötzlich extrem eingeschränkt ist. Es entsteht eine Entzündung, welche die Muskulatur anspannen lässt. Das wiederum verursacht diese krampfartigen Schmerzen der betroffenen Körperstelle.

In den meisten Fällen ist eine entspannende Massage nach einem Muskelkrampf sehr effektiv, sodass sich die Betroffenen bereits nach wenigen Stunden wieder vollkommen fit fühlen. Es kommt aber auch vor, dass mehrere Massage-Sitzungen notwendig sind, um eine vollkommene Entspannung der Muskeln zu erreichen.

Dauert diese Verhärtung der Muskulatur über mehrere Tage an und verursacht zugleich permanent starke Schmerzen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Oft werden spezielle Wärmetherapien verschrieben, welche die Verhärtung zum Abklingen bringen sollen. Der Betroffene selbst sollte bei besonders ausgeprägten Schmerzen heiße Bäder nehmen und warme Umschläge auf die zu entspannende Stelle legen. Mediziner empfehlen ein Lauftraining in warmer Kleidung und die Einnahme von Magnesium-Präparaten, die ja bekanntlich dabei helfen, Muskeln zu entspannen.

Sportler sollten immer genug Flüssigkeit zu sich nehmen, auch wenn es draußen nicht sehr warm ist. Auch genügend Salz im Körper hilft dabei, Verhärtungen der Muskeln vorzubeugen. Kommt es zu keiner Verbesserung, muss ein Arzt untersuchen, ob vielleicht andere Faktoren eine Rolle spielen. Manchmal leiden Menschen an Magnesiummangel oder es liegt eine nervliche Erkrankung vor, welche Durchblutungsstörungen hervorruft.

Steht ein großes Turnier oder umfangreiches Training an, sollte man sich immer aufwärmen und die Muskeln dehnen. Das Tragen angemessener Kleidung ist besonders wichtig, denn auch, wenn man nach körperlicher Anstrengung unheimlich schwitzt, ist es empfehlenswert wärmere Kleidung anzuziehen, damit die Durchblutung im Körper gefördert wird.

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