Verspannungen an Nacken und Schultern

Jeder hat es schon einmal erlebt: Plötzlich hat man einen steifen Nacken oder Schmerzen in den Schultern. Jede Bewegung tut weh, man kann den Kopf nicht mehr zur Seite drehen, und wenn man könnte, würde man sogar zu atmen aufhören; denn nicht mal das geht mehr, ohne Schmerzen zu verursachen.

Die Gründe für Verspannungen am Nacken und an den Schultern sind vielfältig. Sehr häufig ist Zugluft daran schuld, dass die Muskulatur sich verkrampft. Besondere Vorsicht ist im Sommer geboten, wenn es sehr heiß ist. Wer schwitzt und deshalb einen Ventilator einschaltet, oder im Auto bei geöffnetem Fenster fährt, verkühlt sich schnell, ohne es gleich zu bemerken. Aber auch bei Kälte muss man vorsichtig sein. Wenn wir frieren, ziehen wir unwillkürlich die Muskeln, auch an Schultern und Armen, zusammen, was schnell zu schmerzhaften Verspannungen führen kann. Dagegen hilft nur eines: Im Winter warm anziehen und im Sommer lieber schwitzen, als sich krank machender Zugluft auszusetzen.

Schwieriger wird es da schon, wenn sich Schultern und Nacken verspannen, weil man eine ungünstige Körperhaltung annimmt. Wer den halben Tag am Schreibtisch vor dem Computer sitzt, zieht beim Schreiben auf der Tastatur automatisch die Schultern hoch und hält den Kopf häufig nicht gerade, sondern nach unten abgeknickt. Man sollte deshalb als erstes versuchen, seinen Arbeitsplatz ergonomisch einzurichten. Man muss beim Arbeiten den Rücken und den Kopf möglichst gerade halten können. Es ist auch gut, immer mal wieder eine kurze Arbeitspause einzulegen, während der man aufsteht, sich streckt, ein paar Ausgleichsübungen macht und frische Luft schnappt.

Viele Verspannungen am Nacken und in den Schultern haben aber noch ganz andere Gründe, als eine falsche Haltung oder Zugluft. Nicht umsonst gibt es die Redensart, dass jemand die Angst im Nacken sitzt. Tatsächlich können Ängste und Sorgen dazu führen, dass die Muskulatur an Nacken und Schultern sich verkrampft. Bei seelischen Ursachen solch organischer Störungen helfen am besten Gespräche mit guten Freunden oder Therapeuten, mit denen man seine Probleme bereden kann.

Das beste Hilfsmittel gegen Verspannungen im Nacken und an den Schultern ist Wärme. Man kann zum Beispiel ein Wärmepflaster aufkleben, eine Rotlichtbestrahlung vornehmen und sich einen warmen Schal um die Schultern legen. Vorsichtig kann man versuchen, kleine Lockerungsübungen zu machen, also den Kopf langsam zu allen Seiten drehen und die Schultern bewegen. Sind die Schmerzen aber so unerträglich, dass sie sich nicht einmal mit einem Schmerzmittel aushalten lassen, sollte man einen Arzt aufsuchen, um feststellen zu lassen, ob vielleicht ein ausgerenkter Wirbel die Ursache der Beschwerden ist.

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