Bindegewebsschwäche

Die Bindegewebsschwäche ist für die meisten Frauen ein Schreckgespenst, das seine Spuren oftmals nach einer Schwangerschaft hinterlässt und viel Kummer bereitet. Doch nicht nur Frauen sind betroffen. Auch Männer leiden darunter und zunehmend mehr Kinder sind betroffen, wenn über längere Zeit, starkes Übergewicht das Bindegewebe belastet.

Wie sieht eine Bindegewebsschwäche aus?

Äußerlich zeigt sich die Bindegewebsschwäche durch rote oder blaue Streifen unter der Haut. Diese Striae – im Volksmund auch Schwangerschaftsstreifen genannt - sind ein sicheres Zeichen dafür, dass das Bindegewebe überlastet wurde und einzelne Fasern gerissen sind. Diese Verletzungen unter der Haut verursachen keine Schmerzen und verheilen wieder. Doch es bleiben Vernarbungen zurück, die sich als weiße Streifen und Vertiefungen in den Hautschichten präsentieren. Besonders am Bauch, dem Po, den Oberschenkeln und an der Innenseite der Oberarme findet man sie.

Das Bindegewebe ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt. Das eine ist elastischer und dehnbarer, das andere reißt schon bei leichter Dehnung. Der Grund dafür liegt in der genetischen Veranlagung der kollagenen Fasern, die unsere Haut durchziehen und es ihr ermöglichen, sich flexibel anzupassen.

Das schwache Bindegewebe zeigt sich nicht nur nach außen auf der Haut. Alle Organe im Körper sind umgeben und gehalten von Bindegewebe. Wird dieses durch Übergewicht zu sehr belastet, kann es zu Organverlagerungen kommen, die unter Umständen Krankheiten auslösen. Somit ist die Bindegewebsschwäche durchaus kein reines Schönheitsproblem. Im Extremfall können innerliche Faservernarbungen das Gewebe verhärten und Organe an ihrer Arbeit hindern. Doch jeder kann vorbeugen.

Spätestens, wenn die Bade- und Bikinizeit beginnt, taucht wieder die Frage auf: „Was kann ich nur dagegen tun?“ Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollte die Frage allerdings viel früher gestellt werden.

Sport - das A und O 

Ist die Veranlagung zur Bindegewebsschwäche bekannt, sollte man frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um das Bindegewebe zu entlasten. Der erste Schritt ist eine Gewichtsreduzierung bei Übergewicht. Unter dem Bindegewebe an Beinen, Armen und Bauch befinden sich Muskeln. Diese Muskeln können bei gezieltem Training einen Teil der Aufgaben des Bindegewebes übernehmen und so die gefürchteten Striae vermindern oder sogar verhindern. Regelmäßige sportliche Bewegung fördert die Durchblutung der Haut und verbessert damit die Versorgung mit Nähr- und Aufbaustoffen im Bindegewebe. Dies kommt der Elastizität der kollagenen Fasern entgegen. Der gleichzeitige Muskelaufbau bewirkt einen zusätzlichen entlastenden Effekt.

Massage und Ernährung

Tägliche Massagen, mit entsprechenden Cremes und Gels, helfen die Hautoberfläche geschmeidig zu halten. Eine weitere wichtige Möglichkeit zur Vorbeugung, gegen die Auswirkungen der Bindegewebsschwäche, ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, deren Inhaltsstoffe dem Körper ermöglichen, genügend Kollagen bereitzustellen.



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