Baby zum Durchschlafen bringen

In der ersten Woche nach der Geburt eines Babys gibt es in den meisten Fällen kaum Probleme mit dem Schlafverhalten. Die frischen Erdbewohner sind erschöpft und nutzen noch jede Minute zum Schlafen. Lediglich Hunger oder Durst werden sie wecken. Dies geschieht im Durchschnitt alle 2 bis 4 Stunden. Dennoch kann man feststellen, dass die Schlafphasen nachts schon deutlich länger sind als tagsüber.

Sobald die Babys ein paar Wochen alt sind, werden die Abstände, in denen sie gefüttert werden stetig größer, und viele Kinder schaffen es schon, nachts bis zu sechs Stunden durchzuschlafen. Um diese Tendenz zu unterstützen, ist es wichtig, dass man darauf hinwirkt, die Wachphasen des heranwachsenden Babys, während des Tages jeweils um wenige Minuten zu verlängern. Die letzte Tagesmahlzeit sollte mit einem immer wiederkehrenden, bestimmten Ritual verbunden werden, das sich von den Fütterungsritualen des Tages deutlich unterscheidet.

So macht es durchaus Sinn, gerade abends mit besonders viele Zeit und Ruhe, dem Baby ein bestimmtes Kinderlied vorzusingen, dass auch wirklich nur abends gesungen wird. Auch ein warmes Bad oder eine sanfte Massage sind einprägsame Rituale, die der Entspannung dienen. Alle Handlungen nach der letzten Mahlzeit sollten für das Baby zu einem Hinweis werden, dass es in die Nachtruhe geht.

Trotz aller Sorgfalt und Zuwendung gibt es Babys, denen das Ein- oder Durchschlafen besonders schwer fällt. Dafür gibt es viele Gründe. So ist es nicht außergewöhnlich, wenn der Tag zu viele neue Eindrücke gebracht hat, dass es sich zwei oder drei Minuten leise in den Schlaf weint.

Damit ist natürlich nicht das laute, schmerzhafte Schreien gemeint, das eventuell auf Blähungen aufmerksam machen will. Die meisten Mütter entwickeln sehr schnell ein Gefühl für die Art des Schreiens ihres Babys und wissen es zu deuten.

Immer häufiger allerdings werden dem Kinderarzt so genannte „Schreikinder“ vorgestellt, die es einfach nicht schaffen, durchzuschlafen. Dieser Schlafstörung liegt oft eine Reizüberflutung zugrunde, durch die der gesamte Schlaf-Wach-Rhythmus außer Kontrolle geraten ist.

Die Babys können auch bei größter Müdigkeit nicht in den Schlaf finden. Und wenn sie schlafen, wachen sie schon nach kurzer Zeit übermüdet wieder auf. Das ist eine große seelische und körperliche Belastung für die Mütter, die dadurch zu keinem erholsamen Schlaf kommen. Unter dieser ständigen Stresssituation ist es nicht mehr möglich, konsequentes Verhalten, dem Baby gegenüber zu präsentieren und das Schlafritual mit Ausdauer und Ruhe durchzuführen.

Mittlerweile gibt es in vielen Kliniken Abteilungen, in denen Mutter und Kind gemeinsam für eine Woche aufgenommen werden. Dort trainieren ausgebildete Fachkräfte mit den Babys das Ein- und Durchschlafen. Mütter bekommen die Möglichkeit, sich zu erholen und trainieren unter Anleitung, gemeinsam mit ihren Babys neue Ein- und Durchschlafrituale. Die meisten Kinder, bei denen keine körperliche Ursache das Durchschlafen verhindert, schlafen sehr bald durch und sind auch tagsüber ausgeglichener.



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