
Zeitarbeit Arbeitsvermittlung
Zeitarbeitsvermittlungen gibt es mittlerweile bereits in fast jeder Stadt. Der
Arbeitnehmer wird direkt bei der Zeitarbeitsfirma eingestellt, und wird quasi an
andere Unternehmen ausgeliehen um dort zu arbeiten. Die Unternehmen zahlen den
vereinbarten Preis an die Zeitarbeitsfirma von der der Arbeitnehmer auch seinen
Lohn bezieht.
Die Zeitarbeitstätigkeit ist geeignet für Personen die sich zum Beispiel die
Wartezeit zwischen zwei Jobs, dem Beginn der Lehre etc. überbrücken, oder sich
beruflich anderweitig orientieren möchten.
Zumindest besteht bei dieser Form der
Arbeit die Möglichkeit eine Festeinstellung zu erstreben, wenn man sich beim
Arbeitgeber an den man gerade "ausgeliehen" worden ist, ehrgeizig und motiviert
zeigt, und seine Arbeit gut erledigt. Zeitarbeitsfirmen konzentrieren sich heute
auch nicht mehr nur auf die gewerblichen oder kaufmännischen Berufe, sondern
auch auf den Gastronomiebereich oder die Medizin.
Die Branche setzt heute auf hohe Qualität, viele Zeitarbeitsfirmen verlangen im
Gegensatz zu früher zum Beispiel eine abgeschlossene Ausbildung, Berufserfahrung
und Qualifikationen im Bereich von Fremdsprachen etc.
Auch wenn die Branche sich renommiert hat, gibt es auch schwarze Schafe. Vor
Abschluss des Arbeitsvertrages sollten Sie sich erkundigen, ob die Firma auch
eine Genehmigung des Arbeitsamtes zur Überlassung von Arbeitnehmern und über
eine Mitgliedschaft im Bundesverband für Zeitarbeit verfügt.
Wer eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 - 40 Stunden hat, wird meist von den
Firmen auf Stundenlohnbasis abgerechnet - der Stundenlohn liegt bei 8 - 10 Euro
brutto. Grundsätzlich besteht Anspruch auf Urlaub. Nach den Stunden steht einem
ein Mindesturlaub von 20 Tagen im Jahr zu. Zudem hat man dann einen Anspruch auf
Urlaubsgeld, und je nach Vertrag Anspruch auf Verpflegungspauschalen oder
Fahrgeldzuschüsse.
Der Arbeitnehmer hat allerdings auch Pflichten. Zu denen zählt, dass er auch in
einem anderen Bereich - wie vertraglich vereinbart - arbeiten muss, wenn Bedarf
besteht. Das heißt es müssen unter Umständen auch minderqualifizierte
Tätigkeiten ausgeführt werden. Besteht einmal nicht die Möglichkeit den
Arbeitnehmer an eine Firma zu vermitteln, kann er die Zeit zu Hause verbringen,
muss aber jederzeit für die Zeitarbeitsfirma erreichbar sein.
Das Risiko bei einer Anstellung besteht in den befristeten Arbeitsverträgen oder
in deren Probezeiten die meist nur Kündigungsfristen von zwei Wochen haben. Zwar
kann man hier von sich aus schnell kündigen, wenn man einen anderen Job
angeboten bekommt, genauso schnell kann das jedoch die Firma auch machen und
dann steht man wieder auf der Straße.
Bewerben Sie sich zum Anfang bei möglichst vielen Zeitarbeitsfirmen und nehmen
Sie auch die Vorstellungsgespräche wahr. Rufen Sie ruhig bei den Firmen an und
fragen Sie nach ob noch Leute gebraucht werden und bewerben Sie sich nicht nur
auf Stellenanzeigen in Zeitungen.
Der Hintergedanke bei den Stellenanzeigen ist der, das Zeitarbeitsfirmen nur für
einen kurzen Zeitraum jemanden suchen der Anfragen von Arbeitgebern decken, und
kurzzeitig die angebotenen Stellen füllen kann.
Werden Sie dann bei einer Zeitarbeitsfirma eingestellt sagen Sie nicht sofort
allen anderen ab, sondern versuchen Sie sich einen Sicherheitspuffer zu
schaffen, indem Sie versuchen sich kurz- oder mittelfristige Alternativen offen
zu halten. Wenn die andere Zeitarbeitsfirma sich dann zum Beispiel meldet und
Ihnen einen 1-Jahres-Vertrag bietet, Sie bei der anderen aber nur 3 Monate
beschäftigt werden, dann haben Sie bei der ersten Zeitarbeitsfirma eine
wesentlich bessere Chance.
URL des Artikels: http://eurogrube.de/ausbildung-beruf-karriere/zeitarbeit-arbeitsvermittlung.htm