
Richtig Atmen / Atemübungen und Atemtechniken
Es steht schon in der Bibel: Gott hauchte dem Menschen den Lebensodem ein und
erweckte das neu geschaffene Wesen damit zum Leben. Atem ist Leben! Wer
kurzatmig ist, kommt meist seinem Leben nicht hinterher.
Wer aber durchatmen kann, hat eine schwierige Situation gemeistert und kann sich
an neuem Leben erfreuen.
Die Hebammen haben es längst entdeckt: Richtig atmen kann helfen, mit akuten
Schmerzen umzugehen. Dazu muss die Schwangere nur lernen, das Atmen bewusst
einzusetzen: In den Bauch hinein muss geatmet werden, dorthin, wo die
Geburtsschmerzen lokalisiert werden können. Wer einmal diese Technik gelernt
hat, kann bei einer Geburt sehr gut ohne Schmerzmittel auskommen und stattdessen
die Schmerzen einfach wegatmen.
Was für Schwangere gilt, kann ebenso von Schmerzpatienten übernommen werden: das
bewusste Atmen dorthin, wo der Schmerz lokalisiert ist, hilft, den Schmerz zu
kontrollieren.
Wenn Sie aber den Schmerz kontrollieren, kann der Schmerz nicht mehr Sie
kontrollieren.
Nicht nur bei Schmerzen, auch bei nervösen Störungen oder Angstzuständen kann
bewusstes Atmen helfen und entspannend wirken. So ist bei Einschlafstörungen
eine einfache aber wirkungsvolle Methode, sich bequem auf den Rücken zu legen,
die Hände flach auf den Bauch zu legen und tief in den Bauch zu atmen.
Erspüren Sie dabei, wie sich der Bauch hebt, wenn die neue Atemluft einströmt,
und wie er sich senkt, wenn die alte Atemluft ausströmt. Um das Erleben zu
intensivieren, können Sie sich vorstellen, wie bei jedem Atemzug Ruhe und Kraft
in Sie hinein und bei jedem Ausatmen Sorge, Angst und Belastendes aus Ihnen
heraus strömt.
Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Atem, auf das Heben und Senken des Bauches
- viele Menschen können bei dieser Übung gut entspannen und sehr schnell
einschlafen.
Wollen Sie aber nicht gleich einschlafen, sondern in einer kurzen Atempause neue
Kraft tanken, können Sie einmal folgende Übung versuchen:
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl und legen Sie Ihre Hände locker auf die
Oberschenkel. Beim Einatmen heben Sie Ihre Arme und lassen die Fingerspitzen
nach oben zeigen. Halten Sie die Spannung für kurze Augenblicke und lassen Sie
dann die Arme mit einem tiefen Seufzer beim Ausatmen mit dem ganzen Oberkörper
nach unten fallen.
Diese Übung kann man einige Male wiederholen, sie lockert die Muskulatur und
intensiviert das Atmen.
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