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Handschriftlicher / handgeschriebener Lebenslauf
In jedem Bewerbungsratgeber steht es mehrfach und überdeutlich in allen
möglichen Varianten: „Ihre Bewerbung sollte professionell und sauber aussehen.
Verwenden Sie eine gut lesbare Standardschrift wie Times oder Arial. Verwenden
Sie nur bestes Papier und drucken Sie Bewerbung auf einem guten Laserdrucker
aus.“
Implizit folgt daraus, eine Bewerbung hat maschinenschriftlich und nicht
handschriftlich zu erfolgen. Der Lebenslauf wird dann auch tabellarisch
aufgebaut und sollte sich auf die letzten Jahre konzentrieren.
Manchmal verlangen Arbeitgeber aber auch einen „handschriftlichen Lebenslauf“
oder einen „handgeschriebenen Lebenslauf“ meist ohne Begründung.
Eine eher harmlose Erklärung für dieses Verlangen könnte die Wichtigkeit der
Handschrift für die angebotene berufliche Tätigkeit sein. Zum Beispiel wäre an
einen Mediengestalter zu denken, der für eine eher kreative Tätigkeit bei der
Erstellung von Anzeigen gesucht wird.
Der Chef könnte dann aus der Schrift die Fähigkeit zur Kreativität versuchen
herauszulesen. In diesen Fall wäre es sinnvoll, zunächst einen tabellarischen
Lebenslauf maschinenschriftlich zu erstellen und dann diesen möglichst sauer
abzuschreiben und dabei darauf achten, dass das Tabellenformat gut rüberkommt.
Man muss darauf achten, dass sich ein einheitliches Schriftbild ergibt,
heutzutage sicher schwierig, wo die meisten kaum noch mit der Hand schreiben
müssen.
Natürlich könnte man auf Idee kommen, sich den Lebenslauf von jemand schreiben
zu lassen, der das gut beherrscht. Davon ist aber abzuraten, denn das stellt
sich schnell als Trick oder Täuschungsversuch heraus, möglicherweise schon im
Vorstellungsgespräch, wenn der Chef mal kurz vom Bewerber verlangt, seine
Adresse auf ein Blatt Papier zu schreiben.
Dies gilt natürlich auch bei der zweiten Erklärung für den Arbeitgeberwunsch
nach einem „handschriftlichen Lebenslauf“ oder einen „handgeschriebenen
Lebenslauf“: der Arbeitgeber möchte den Text einen Graphologen zur Begutachtung
vorlegen. Zwar hat man in der wissenschaftlichen Psychologie für diese
„Kollegen“ nur ein müdes Lächeln übrig, aber immer noch ziemlich viele
konservative Arbeitgeber geben viel Geld für solche Gutachten aus, insbesondere
bei der Besetzung von Führungsaufgaben.
Hier wird der Arbeitgeber wohl keinen tabellarischen sondern eher einen
Lebenslauf im Stil der 50er-Jahre erwarten: „Mein Name ist Lieschen Müller und
ich bin das zweite Kind des Bäckermeisters Maximilian Müller und seiner Ehefrau
Roswitha Müller geb. von Sedwitz.“ Schreiben Sie den Text entsprechend weiter,
wobei sie sich (nicht nur als Frau) auch überlegen sollten, ob sie wirklich bei
einen Arbeitgeber beschäftigt werden wollen, der Techniken der Bewerberauswahl
anwendet, die schon seit Jahrzehnten in die Mottenkiste gehören.
Natürlich könnte man jetzt fragen, wie denn für eine solche Bewerbung die
Handschrift optimiert werden kann, sodass der Graphologe einen empfiehlt. Nun da
kann man leider nicht weiterhelfen, da es jeder Gutachter nach eigenen Gusto
macht. Es gibt keine gesicherten Aussagen darüber, wie man denn die Schrift
„führungsfähig“ gestaltet.
Von daher kann man nur den Rat geben, möglichst einheitlich und sauber zu
schreiben und in der Textinhaltsgestaltung darauf zu achten, dass der Lebenslauf
gut zur ausgeschrieben Stelle passt. Aber dieser Tipp steht auch schon in den
eingangs angeführten Bewerbungsratgebern.
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